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Brauanleitung !!!

Shop - Brauanleitung !!!

Hier zur Vorabinfo, damit ihr wißt, welche Gerätschaften wichtig sind zum Brauen, die Brauanleitung in ausführlicher Form:

Unsere Bier-Kits bestehen aus 1 oder 2 Dosen reinem Malz und bestem Hopfen mit einem Gesamtgewicht von mindestens 3 Kg sowie einer Tüte Trockenhefe. Sie können daraus ein Bier brauen, das dem deutschen Reinheitsgebot von 1434 entspricht.
Mit dieser Menge können Sie bis zu 22,5 Liter Bier herstellen, das dann etwa 4,5% Alkohol enthält. Je weniger Wasser Sie benutzen , desto mehr Prozente können Sie erreichen. Um sicherzustellen, daß Sie ein Bier höchster Qualität aus diesem Bierkit bekommen, ist es wichtig, daß Sie sich genau an diese Brauanleitung halten.
BRAUANLEITUNG
1. Kleben Sie die Thermometer auf beiden Gefäßen möglichst niedrig neben die Literskala, um auch bei kleineren Ansatzmengen die Temperatur im Blick zu behalten.

2. Sterilisieren Sie sämtliches Zubehör, das Sie während des Brauens benutzen, äußerst sorgfältig. (Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt für den Hausbrauer- die meisten Fehler treten durch vernachlässigte Sterilisation, Sauberkeit auf.) Füllen Sie den "Gär-Bottich ohne Hahn" bis oben mit lauwarmem Wasser, lösen 5 Teelöffel VWP darin auf, geben alles was Sie sonst noch sterilisieren wollen (Dosenöffner, Edelstahl-Löffel zum umrühren.) in den Behälter und warten 20 Minuten. Danach alles gründlich mit heißem Wasser abspülen. Holz und Gummi gehört nicht in die Lösung !
3. Während der Desinfektion können Sie den Malzextrakt in heißem Wasser anwärmen. Ist alles sterilisiert, öffnen Sie die Dosen, lassen den Deckel aber durch einen 2 cm breiten Steg mit den Dosen verbunden. Füllen Sie den Inhalt in den Gärbottich ohne Ablaßhahn. Spülen Sie die Dosen mit ca. 2 Liter kochendem Wasser aus (am Besten den Deckel zuerst abspülen) und geben dies ebenfalls in den Gärbottich. (Wichtig: Fassen Sie die Dose mit einem trockenen Topflappen an, sonst verbrennen Sie sich die Finger!) Rühren Sie gründlich um. Achten Sie auf vollständige Auflösung des Malzextrakts.

4. Füllen Sie den Gär-Bottich mit klarem, kaltem Wasser auf bis zu 22,5 Liter auf. Achtung: je mehr Wasser, desto weniger Alkohol! Achten Sie darauf, daß möglichst alle Malzreste an der Eimerwand während des Auffüllens abgespült werden. Sollten Sie ein stärkeres Bier bevorzugen, geben Sie weniger Wasser zu. Benutzen Sie zum exakten Einstellen des Alkoholgehaltes ein Hydrometer (Art.-Nr. 1500). Wenn die Temperatur der Flüssigkeit (Würze) unter 24 °C gefallen ist, streuen Sie , wie mit einem Salzstreuer die Hefe (Yeast) aus der Tüte , die unter dem Kunststoff- Deckel liegt, auf die Oberfläche und rühren kräftig um oder lassen unseren Würzebelüfter (Art-Nr. 5010) für ungefähr 15 min die Würze belüften. TIP: Wenn Sie ein kräftiges Mehr an Hopfengeschmack wollen, schütten Sie jetzt ca. 5 Gr. Aromahopfen hinein. Bedecken Sie nun den Gär-Bottich mit dem Deckel ohne Loch. Achten Sie darauf, daß der Deckel lose aufliegt und nicht luftdicht abschließt. Stellen Sie den Bottich an einen warmen Platz ( vielleicht Badezimmer, Schlafzimmer oder Küche?) . Die Temperatur sollte zwischen 18-24 °C liegen. Nach einem Tag den Bottich mit dem gebohrten Deckel und ein bis zur 2. Blase mit sterilem Wasser gefüllten Gärrörchen luftdicht verschließen.
5. Innerhalb der nächsten 48 Stunden wird die Gärung sehr stark einsetzen und es formen sich Schaumberge unterschiedlicher Höhe auf der Oberfläche.

6. 5 bis 6 Tage nachdem Sie die Hefe zugegeben haben wird die Gärung rapide abnehmen ( in diesem Stadium wird sich das spezifische Gewicht im Bereich zwischen 1020 und 1022 befinden (Erläuterungen dazu siehe Hydrometer.) Füllen Sie das Bier nun in den zweiten Gärbottich (mit Ablaßhahn) um und verschließen es durch ein bis zur 2. Blase mit sterilem Wasser gefüllten Gärröhrchen . Zum Umfüllen schieben Sie das Umfüllrohr und den Umfüllschlauch in den Halter und klemmen diesen auf den Rand des 1. Gärbottichs. Dabei ist das U-Rohr im 1. Bottich. Jetzt durch den Schlauch ansaugen und in den 2. Bottich laufen lassen. Achten Sie beim Umfüllen darauf, daß Sie möglichst wenig Hefe, die sich inzwischen am Boden des Bottichs abgesetzt hat, mit umfüllen. Haben Sie keinen zweiten Behälter, so schließen Sie den Benutzten luftdicht mit einem Gärröhrchen ab.( Siehe auch 2. Gärung: Tips) Trockenhopfen: Wenn Sie nur etwas mehr Hopfenaroma möchten, können Sie nun ca. 5-8 g. Aromahopfen zugeben. Er setzt sich mit der Hefe ab .

7. Die Gärung verläuft für 5-6Tage langsam weiter, bis das spezifische Gewicht auf 1004-1010 gefallen ist , bzw. keine Blasen mehr an die Oberfläche steigen. Es kann durchaus sein, daß Sie keine großen Aktivitäten mehr feststellen. Je höher das spez.Gewicht, desto mehr Flaschengärung !

8. Nun füllen Sie das junge Bier vorsichtig, ohne
die restliche Hefe am Boden aufzuwirbeln,
in Flaschen oder ein Spezialfaß ab. Zum
Sterilisieren legen Sie die gereinigten
Flaschen 10 Minuten bei 110 °C in den
Backofen. Achtung: Gummis und Kunststoff-
bügelverschlüße abnehmen und auskochen
oder mit Steropur(Art-Nr 1505 ) sterilisieren.
Die Flaschen müssen vor dem Abfüllen wieder
abgekühlt sein.

Wichtig: Verwenden Sie nur Pfandflaschen,
keine Einwegflaschen. Explosionsgefahr !!!

Abfüllen in Flaschen – Vorm Abfüllen muß das Trockenmalz in Wasser aufgelöst werden. Pro Liter Bier streuen Sie dazu 12 g Trockenmalz (Art-Nr.1043-46) langsam in z. B. 250 ml lauwarmes Wasser ein. Auf keinen Fall rühren !! Der daraus entstandene Milliliterbetrag wird durch die inzwischen abgefüllten Liter geteilt. Der errechnete Milliliterbetrag ist für 0,5 L zu halbieren, für 2l Flaschen zu verdoppeln. Man nennt dies auch Nachwürzen. Das bedeutet : Bier im Gefäß =X Liter. X Liter mal 12 Gr. Trockenmalz = X Gr. Trockenmalz. X Gr. Trockenmalz + X ml Wasser z. B. 250 ml = X Milliliter. Bier in Flaschen = X Liter. X Milliliter : X Liter = X Milliliter pro Liter Bier zugeben. Statt X brauchen Sie nur die für Ihre Mengen erforderlichen Zahlen einsetzen , dann kommen Sie zu den richtigen Ergebnissen. Um die Kohlensäure zu behalten , die sich jetzt entwickelt , verschließen Sie jede Flasche sofort nach dem Abfüllen. Vorsicht : Schaumentwicklung !!!!!!!!!!!! Achten Sie beim Nachwürzen auf die Geschwindigkeit der Co²-Entwicklung: kommt das Bier sofort heraus-geschossen , reduzieren Sie Ihre Nachwürzemenge etwas , um Ihre Flaschen nicht zu gefährden.
Stellen Sie die Flaschen 6-8 Tage an einen warmen Ort (18 -24 °C). Danach sollten sie kühl (nicht über 12°) und aufrecht stehend gelagert werden. Vor dem Servieren unbedingt auf 8° C Trinktemperatur kühlen und das Glas mit kaltem Wasser ausspülen. Wir empfehlen eine Reifung von mindestens 2 Wochen oder bis sich die Hefe am Boden abgesetzt hat und das Bier klar geworden ist. Ihr Bier ist, im Gegensatz zum Industriebier, ein Lebensmittel im urspünglichen Sinn und verändert mit der Lagerung seinen Geschmack wie ein junger Wein. Stellen Sie doch ein paar Flaschen Ihres Selbstgebrauten für 3-6 Monate in die Kellerecke, Sie werden erstaunt sein , welcher Geschmack sich entwickelt.
Abfüllen ins Spezialfaß: Achten Sie beim Abfüllen darauf, daß Sie den Abfüllschlauch möglichst bald unter der Flüssigkeitsoberfläche halten , um den C02-Verlust zu minimieren .So wenig Hefesediment wie möglich mit umfüllen. Lösen Sie für 22,5 l Liter Bier 220g Trockenmalz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auf und geben Sie dies ins Faß. Sofort verschließen und 6-8 Tage an einen warmen Ort (18-24°C) stellen. Danach an einen kühlen Lagerplatz. (-12°C) bringen. Größere Mengen benötigen für die Reifung etwas länger als Kleinere. Probieren Sie ab und zu, um herauszufinden nach welcher Reifezeit Ihnen das Bier schmeckt! Über Geschmack läßt sich bekanntlich gut streiten.
Tips und Erklärungen
Mit Bitterhopfen verfeinern: Sollten Sie Ihrem Bier noch etwas mehr Bitterkeit verleihen wollen so können Sie dies mit Hilfe von Hopfenextrakt (Art-Nr.2507) oder Naturhopfen erreichen. Vor dem Einfüllen des Malzes in den Gärbottich müssen Sie das Malz inklusive 2 Liter Wasser mit dem Extrakt oder Hopfen aufkochen, danach wie beschrieben fortfahren. Bei Verwendung von Naturhopfen nehmen Sie vom aufgelösten Malzextrakt etwa 1 l und verdünnen ihn mit einem weiteren Liter .Hopfenmenge nach Geschmack oder Rezept zufügen und 1 Stunde unter ständigem Rühren kochen . Mit dem übrigen Malz mischen, und wie bekannt fortfahren.
Aromahopfen :Dies ist eine Methode, um dem Bier mehr Hopfenaroma zu verleihen. Hierbei verwendet man ca. 10 g pro 22, 5 Liter Bier. Der Aromahopfen wird in einen sterilen Stoffbeutel eingeschnürt und dem Bier während der Gärung im ersten oder zweiten Gärbottich zugegeben. Auch hier gibt es die Alternative in Form einer Emulsion (Art-Nr. 2507), die einfach dem vergorenen Bier zugegeben wird.
Reinzuchthefe. Eine weitere Möglichkeit, die Qualität des Bieres positiv zu beeinflussen, besteht in der Verwendung von flüssiger Reinzuchthefe (Art-Nr. 2002-2010) .
Zweite Gärung. Hierbei wird die in der Brauerei an die Vergärung anschließende Lagerung in Lagertanks nachempfunden. Dies dient dazu, den Hefeniederschlag im abgefüllten Bier zu vermindern. Außerdem findet eine Vorreifung statt. Wir verwenden ein Gärröhrchen, weil das Bier in diesem Stadium, aufgrund der reduzierten Co2 -Erzeugung anfälliger für Infektionen von außen ist. Ein weiterer Vorteil der geschlossenen Vergärung besteht darin, daß das Bier nicht unbedingt sofort nach Gärungsende abgefüllt werden muß. Sie sollten das Bier aber nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag stehen lassen.
Alkoholmessung: Unser Hydrometer (Art-Nr.1500) zeigt das spezifische Gewicht einer Flüssigkeit (Zuckergehalt) an. Der Wert 1000 entspricht klarem Wasser, 1040 entspricht 10% Gehalt an Extraktstoffen besser bekannt als 10% Stammwürzegehalt. 1044 = 11%, (Vol % ca. 4,3%) 1050 = 12% (Vol% ca. 5%), dies entspricht dem Stammwürzegehalt normalen deutschen Bieres. Aus dem Anfangs- und dem Endwert der Dichte läßt sich der Alkoholgehalt eines Bieres errechnen (siehe Anleitung Hydrometer).
Brauwasser. Das Wasser spielt neben den anderen Zutaten eine wichtige Rolle für den Brauer. Hierbei ist die so genannte Karbonhärte, als Teil des Gesamthärtegrades des Wassers entscheidend. Vereinfacht läßt sich sagen, daß bei hellen, stark gehopften Bieren die Karbonhärte so gering wie möglich sein sollte. Die Härtegrade des Wassers unterscheiden sich in der Regel je nach Wohnort stark voneinander. Mit einem Wasserhärtetestset (Art-Nr.5001) können sie die Werte einfach ermitteln. Für Hausbrauer ist eine Härte von max. 10 dH ausreichend. Ist ihr Wasser härter sollten Sie es enthärten. ( Anleitung dazu im Wasserhärtetestset.)
Bier und Steuer: Als Hausbrauer sind sie angehalten, ihrem zuständigen Zollamt eine Mitteilung über Art, Menge, und Zeitpunkt des zu brauenden Bieres zu geben. Bis 2 Hektoliter pro Jahr sind steuerfrei, wenn nicht regelmäßig gebraut wird. Genaueres erfahren sie bei ihrem örtlichen Zollamt.

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